Über Frankfurt und Eindhoven an die niederländische Küste
- 3 min
- 12 mei 2026

Die niederländische Küste ruft, aber vorher machen wir noch kurz Halt in Frankfurt und Eindhoven! Mal ehrlich: Was ist der bessere Start in den Trip – drei Stunden im Auto hocken und völlig platt ankommen oder entspannt mit dem Zug reisen und gleich zwei inspirierende Stopps mitnehmen? Starte deinen Morgen experimentell oder schau dir die Werke der alten Meister in Frankfurt an. Danach geht’s weiter nach Eindhoven für eine ordentliche Portion Architektur und Design. Häng noch eine Übernachtung – oder zwei – in einem der Designhotels dran und starte ausgeruht und mit frischer Energie in die letzte Etappe Richtung Strand.
Gut zu wissen: Mit dem Zug fährst du von Frankfurt in etwas mehr als 3,5 Stunden nach Eindhoven. Von dort sind es nur noch 1,5 Stunden bis Den Haag, und nach fünfzehn Minuten mit der Metro stehst du schon mit den Zehen im Sand am Strand von Scheveningen. Sowohl in Frankfurt als auch in Eindhoven gibt es Schließfächer für dein Gepäck. Du musst also nicht mit dem Rollkoffer durch die Stadt ziehen.
Erster Stopp: Frankfurt
Los geht’s mit einem Besuch in Frankfurt: eine Stadt mit einer Skyline voller Wolkenkratzer, vollen Terrassen und genug zu entdecken für Designfans. Und das Beste? Sobald du aus dem Bahnhof kommst, stehst du direkt mitten im Zentrum.
Unsere Tipps:
Starte deinen Morgen im Experiminta, einem Museum, in dem sich alles um Wissenschaft und Technik dreht. Programmiere Roboter, entdecke, wie Schallwellen funktionieren, und lass deine Sinne von optischen Illusionen ordentlich verwirren. Experiminta erinnert ein bisschen an Next Nature in Eindhoven – ein futuristisches Museum im Evoluon, einer riesigen Ufo-Untertasse.
Du bist eher Fan von alten Meistern und zeitgenössischer Kunst? Dann schau im Städel Museum vorbei und spaziere mit Werken von Rembrandt, Picasso und Monet einmal durch die Jahrhunderte. Im unterirdischen Anbau findest du unter anderem Foto- und Videokunst, aber auch große Installationen, Skulpturen und Malerei von Ikonen wie Gerhard Richter und Andy Warhol. Das Dach hat große Lichtkuppeln, über die du im Museumsgarten einfach drüberlaufen kannst – auch so eine ziemlich originelle Art, die Kunst unter dir zu bestaunen. Und mit der Frankfurter Skyline im Hintergrund schießt du in diesem Garten ein Bild, das du so schnell nicht vergisst.
Ist es schon Zeit für Kaffee und Kuchen? Die Antwort ist eigentlich immer „ja“, also such dir den Weg zu den Wallanlagen – dem Park, der das ganze Stadtzentrum umschließt – und lass dich auf der Terrasse von FEIN das Wasserhäuschen nieder. Früher wurde in diesen kleinen Kiosken Quellwasser verkauft – daher auch der Name „Wasserhäuschen“ – heute gehören sie zu den nettesten Cafés und Läden der Stadt. Ob du auf einen Kaffee, hausgemachten Kuchen, Lunch oder einen Drink vorbeikommst – der Laden hat alles. Ein entspannter Ort, um deinen Morgen in Frankfurt in Ruhe ausklingen zu lassen. Wenn du vom Städel Museum kommst, läufst du unterwegs noch am Einkaufszentrum MyZeil vorbei, einem auffälligen Gebäude von Massimiliano und Doriana Fuksas – dem Architektenduo, das auch in Eindhoven seine Spuren hinterlassen hat.

Het Ketelhuis auf Strijp-S in Eindhoven © Wouter Kooken

Zweiter Stopp: Eindhoven
Eindhoven steckt voller Energie und Kreativität – mit rauen Ecken, überraschender Architektur und progressivem Design. Trotzdem musst du hier nicht ständig auf Empfang sein: Grün, Wasser und eine ordentliche Portion brabantische *gezelligheid* (gemütlich und ungezwungen) sorgen dafür, dass du auch einfach mal runterkommen kannst.
Unsere Tipps:
Sobald du aus dem Bahnhof kommst, läufst du über den 18 Septemberplein direkt ins Zentrum von Eindhoven. Dort springt dir sofort das ikonische Gebäude „De Blob“ von Architekt Massimiliano Fuksas ins Auge – derselbe Designer, der auch hinter dem futuristischen Einkaufszentrum MyZeil in Frankfurt steckt. Du willst mehr von solchen Highlights sehen? Dann stürz dich mit den Routen von Eindhoven Design District in die Stadt – sowohl im Zentrum als auch auf Strijp-S kommst du an Design-Highlights und Orten vorbei, die du sonst vielleicht nie entdeckt hättest. Denk an die Shylight in der Paterskerk, eine Installation auf Basis des Tag-und-Nacht-Rhythmus von Pflanzen und Blumen, und an den Trudo Toren auf Strijp-S, einen vertikalen Wald des italienischen Architekten Stefano Boeri.
Du willst lieber direkt entspannen? Auch gut! Eindhoven liegt zwar nicht am Meer, aber auch hier findest du Abkühlung am Wasser. Starte deinen Drink bei de Stadsbrouwerij an der Dommel, mit preisgekrönten Durstlöschern vom Fass. Zeit zum Essen? Die Kerkstraat ist genau der richtige Ort, um Leute zu beobachten und dir was Gutes zu gönnen – unter anderem bei De Burger, Takumi und El Pastor. Du bist mit einer Gruppe unterwegs oder willst von allem ein bisschen? Dann ist Down Town Gourmet Market deine Rettung: eine Foodhall mit mehr als zwanzig Essensständen – von vietnamesischen Frühlingsrollen und Tacos bis Sushi und Pizza.
Du kriegst nach diesem ersten Vorgeschmack auf Eindhoven nicht genug von der Stadt? Verständlich. Gönn dir eine Nacht in einem der Designhotels der Stadt, zum Beispiel in der Kazerne: ein bis ins Detail gestaltetes Hotel in einer ehemaligen Marechaussee-Kaserne von 1825. So ein Ort, an dem schon eine Nacht Schlaf zum Erlebnis wird – und von dem du den Rest deiner Reise noch zehrst. Denk an luxuriöse Zimmer, Regendusche, freistehende Badewanne und ein herrlich großes Bett.
Starte den nächsten Tag mit einem ordentlichen Frühstück bei Meneer de Boer an der Keizersgracht. Freu dich auf hausgemachte Porridge-Bowls, Arme Ritter mit frischem Obst und üppig belegte Schiacciata (geröstetes Fladenbrot) mit italienischen Kombis wie Blauschimmelkäse mit Birne oder Mortadella mit gegrilltem Gemüse. Du hast noch ein Stündchen übrig? Eindhoven steckt voller Secondhand- und Trödelläden – perfekt, wenn du auf der Suche nach einem besonderen Vintage-Fund bist. Über die Online-Karten von De Normaalste Zaak van Eindhoven, siehe Link, findest du die besten Adressen.

Scheveningen © Wouter Kooken

Ziel: Den Haag und die Küste
Nach zwei Zwischenstopps voller Design, Architektur und brabantischer *gezelligheid* (gemütlich und ungezwungen) kommst du in Den Haag an. Bevor es weiter an die Küste geht, haben wir noch ein paar Tipps für dich. Vom Den Haag Centraal läufst du nämlich in weniger als zehn Minuten ins Zentrum.
Unsere Tipps:
Starte in der Oude Molstraat, wo du das Wandbild von Het Meisje met de Parel bestaunen kannst – Vermeers berühmtestes Gemälde. Danach spazierst du weiter zum Kunstmuseum, mit der größten Mondrian-Sammlung der Welt und einer umfangreichen Kollektion zeitgenössischer Kunst und Mode. Du willst noch schnell shoppen, bevor es an den Strand geht? In De Passage findest du eine Filiale von Kilo Kilo Vintage – hier zahlst du pro Kilo für Secondhand-Kleidung. Ideal, wenn du noch ein Strandoutfit aus zweiter Hand abstauben willst.
Danach geht’s weiter nach Scheveningen. Mit Metro oder Tram bist du in etwa fünfzehn Minuten an der Küste. Schau bei Hito vorbei, einem intimen Strandhaus mit einer Speisekarte, die jede Woche je nach Saison wechselt – von frischem Fisch und Austern bis zu einem guten Stück Fleisch, und mit etwas Glück läuft im Hintergrund noch Live-Musik. Das ist mal ein ziemlich schöner Abschluss für eine lange Reise.
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Der ultimative Trip nach Eindhoven
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