Eindhoven von A bis Z: *worstenbroodjes*
- 3 min
- 19 jun. 2026

Als echte Brabanter drehen wir bei den simpelsten Dingen manchmal völlig durch. Würstchen im Brotteig zum Beispiel. Davon essen wir zusammen mal eben rund 25 Millionen pro Jahr. Wenn du länger als eine Woche in Brabant bist, müssen wir dir nicht mehr erklären, warum das W für *worstenbroodje* steht. Neu in der Region? Kein Problem! Wir bringen dich auf den Stand. So oder so haben wir einen Haufen leckerer – und manchmal leicht unappetitlicher – Fakten über unseren geliebten Snack für dich parat!
Für alle, die nicht aus der Provinz kommen, gibt’s erst mal einen kleinen Crashkurs. Denn was genau ist eigentlich ein *worstenbroodje*? Ursprünglich ist das nichts anderes als ein Würstchen aus Schweinehack mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat in einem Brötchen aus Hefeteig. Nicht zu verwechseln mit dem *saucijzenbroodje*, also einem Würstchen in Blätterteig. Dank spannender Gewürze findest du heute oft auch Macis, Ingwerpulver, Zwiebelpulver, Koriander und Nelken im Würstchen. Und überhaupt ist das längst nicht mehr immer aus Schweinehack. Halb und halb, vegan oder halal mit Lamm: Das gute alte *worstenbroodje* gibt’s inzwischen in allen möglichen Varianten.
In West-Brabant sind die Enden von *worstenbroodjes* offen, während die Leute in Ost-Brabant sie schön verschließen. Ein geschlossenes Ende hält sich besser, bei einem offenen hast du dafür nicht diesen dicken Teigbissen am Anfang und am Ende. Hat also beides was!
Die Geburt dieses genialen Snacks
Wann genau das allererste *worstenbroodje* gebacken wurde, weiß niemand. Aber wir haben schon eine Idee, warum jemand auf diese geniale Erfindung kam: Wenn du Schweinehack in Teig bäckst, hält es länger und du kannst es easy mitnehmen. In ärmeren Zeiten war das außerdem die perfekte Methode, Schlachtabfälle zu verstecken. Gut würzen, Würstchen rollen, ein bisschen Teig drumherum – und dann rein damit.
Traditionelle *worstenbroodje*-Momente
Früher – und damit meinen wir den Anfang des 20. Jahrhunderts – war das *worstenbroodje* tief in den Brabanter Traditionen verwurzelt. Gegessen wurde es vor allem zu besonderen Anlässen. Nach der Christmette an Weihnachten und während des Karnevals zum Beispiel. Auch bei Hochzeiten und Beerdigungen war es ein beliebter Snack, als unverzichtbarer Teil der Brabanter Kaffeetafel. Inzwischen essen wir es zu jeder Gelegenheit, auch wenn Bäckereien rund um die Feiertage immer noch einen klaren Verkaufspeak sehen.

@Worstenbroodjes

Weltweite Anerkennung
Seit 2016 glänzt das Brabanter *worstenbroodje* auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes – zwischen dem Groninger *eierbal*, dem Twentser *krentewegge* und den *oliebollen* von den Gebäckständen. Darauf sind wir in der Provinz ziemlich stolz!
Das leckerste Brabanter *worstenbroodje*
In einer Provinz, die nur so vor begeisterten *worstenbroodjes*-Bäckern strotzt, überrascht es natürlich nicht, dass es auch jede Menge Wettbewerbe gibt. So organisiert die Stiftung ‚het lekkerste Brabantse worstenbroodje‘ jedes Jahr den gleichnamigen Wettbewerb. Mit dabei sind vmbo- und mbo-Schülerinnen und -Schüler aus ganz Noord-Brabant genauso wie Hunderte begeisterte Hobbybäcker. Außerdem kürt eine Jury aus Mystery Shoppern jedes Jahr die beste professionelle Bäckerei.
Du willst auch mal in so ein unfassbar leckeres *worstenbroodje* beißen?
Danach musst du nicht lange suchen. Geh einfach in irgendeine Bäckerei rein, und du findest dort ziemlich sicher *worstenbroodjes*. Für ein besonders leckeres Exemplar bist du bei Bakhuisje, Stadsbakkerij Broodt oder Bakkerij Renders genau richtig. Hier probierst du einen echten Brabanter Klassiker. Guten Appetit!
Tags
Eindhoven von A bis Z
Was ist eigentlich typisch Eindhoven? Das haben wir Neulinge, begeisterte Besucher und Leute gefragt, die hier geboren und aufgewachsen sind. Das Ergebnis ist das einzig wahre Eindhoven-Alphabet. Von A wie Area 51 bis Z wie Zachte G.
Entdeck das ganze Eindhoven-Alphabet
Restaurants



